… für eine Tafel Schokolade!

Was anfangs gar nicht danach aussah, hält nun schon fast 40 Jahre. Regina Feurstein ist aus der SCHIFFS:crew nicht mehr wegzudenken! Und alles begann mit einer Tafel Schokolade als Köder …

Regina Feurstein erinnert sich genau an den 10. Mai 1981, Muttertag war’s. Eine Tafel Schokolade wurde ihr in Aussicht gestellt, wenn sie sich für die Ferialstelle im Hittisauer Schiff bewirbt. Zimmermädchen wäre sie gerne geworden. Zur allergrößten Not hat sie ein einmonatiges Küchenpraktikum akzeptiert, denn kochen wollte sie nie.

Nach dem ersten halben Tag war es auch schon genug. Nur die geballte väterliche Autorität hat sie ins Schiff zurückgebracht. Nicht einmal das willkürliche Zuspätkommen hat etwas genützt. Man wollte Regina nicht mehr gehen lassen. Daran hat sich in den vergangenen 33 Jahren nichts geändert! Vom Zigeunerschnitzel und Zack-Zack zur Gourmetküche: „Da wächst man hinein!“, resümiert Regina: Die wahre Kunst aber ist unsichtbar. Sie lebt in solchen Menschen! Von der Küche im alten Schiff, in der die Temperaturen sommers auf über 50 Grad kletterten, bis zu den jüngsten, so coolen wie bodenständigen Umbauten hat sie alles miterlebt und mitgetragen. Besonders ans Herz gewachsen ist ihr der Frühstücksdienst: die Begegnung mit den Menschen. Selbst nach vieljähriger Abwesenheit vom Schiff, in der im Haus fast kein Stein und kein Balken auf dem andern geblieben ist, erleben die Gäste ihren Urlaub wie ein Nachhausekommen. Die „alten“ Gesichter halten jung! Dafür sorgt nicht zuletzt „Gina“. Kein anderes Haus als das Schiff kommt für sie in Frage. Seniorchefin Erna ist das starke Tau, mit dem sie an das Haus gebunden ist.

Dr. Peter Natter

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In memoriam Ignaz Pieler

29.1.1961 – 1.12.2019
treuer Wegbegleiter und Gastgeberseele

Unser Ignaz, bedeutender Teil unserer Gastgeberfamilie und weit mehr als ein „Mitarbeiter“ für uns, ist im Dezember 2019 überraschend von uns gegangen. Er hielt uns 38 Jahre lang die Treue und war weitum als „Ignaz vom Schiffle“ bekannt. Ohne ihn wären wir heute nicht da, wo wir sind. Ignaz, Danke für alles, du wirst immer einen Platz in deinem „Wälder Stüble“ und in unseren Herzen haben.

Als blutjunger Bub kam Ignaz im Dezember 1982 in den Bregenzerwald, ins Schiff. Herausforderungen was zum Beispiel die Kommunikation mit den Einheimischen anging, meisterte er schon damals mit Charme und „schickte sich dri“, indem er einfach dazu überging, den Gästen ihre Wünsche von den Augen abzulesen. Sie mitsamt ihren Vorlieben und Marotten auswendig zu lernen im Laufe seiner über Jahrzehnte währenden Treue zum Schiff.

Wer je erlebt hat, wie Ignaz in unseren Stuben mit unerschütterlicher Ruhe seines Amtes waltete, dem wird verständlich, wie sehr seine Arbeit – 7 Tage die Woche – allseits geschätzt wurde. Er gehörte zum Haus, zur Familie, hat Höhen und Tiefen, Freud und Leid geteilt, den Weg von der Bauernwirtschaft zum noblen Viersterne-Haus begleitet.

Das Schiff war „seins“ und unser Haus wird immer mit seiner herzlichen Gastgeberseele verbunden bleiben. Es stimmte mehr als nur die  Chemie: Es stimmt alles.

Danke, Ignaz, für Deine Treue. Danke für dein schelmisches Lächeln und das wortlose Verständnis. Danke für deine aufopfernde Hingabe zum Beruf und deine liebevolle Fürsorge fürs Schiff. Es war ein Geschenk, dass dich dein Weg vor so vielen Jahren in den Bregenzerwald geführt hat.

 


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